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Sichtbarkeit

Das Google-Unternehmensprofil richtig pflegen

Für lokale Betriebe der wirksamste Hebel überhaupt — und der am meisten vernachlässigte. Was tatsächlich zählt und was Zeitverschwendung ist.

2 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Die drei Dinge, die wirklich zählen
  2. Was regelmäßig gepflegt gehört
  3. Was Zeitverschwendung ist
  4. Die Verbindung zur eigenen Seite

Wer in Uslar nach „Elektriker" sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Einträgen. Erst darunter kommen die Webseiten. Für einen lokalen Betrieb ist dieser Kasten oft mehr wert als Platz eins in den normalen Ergebnissen.

Er wird aus dem Google-Unternehmensprofil gespeist. Das Profil ist kostenlos, und die meisten Betriebe haben es einmal angelegt und nie wieder angefasst.

Die drei Dinge, die wirklich zählen

1. NAP-Konsistenz. Name, Adresse, Rufnummer müssen überall identisch sein: im Profil, im Impressum, in Branchenverzeichnissen. Wirklich identisch. „Str." an einer Stelle und „Straße" an der anderen, oder eine Rufnummer mal mit und mal ohne Vorwahl — Google gleicht diese Angaben ab, und Abweichungen kosten Vertrauen.

2. Die richtige Hauptkategorie. Sie hat den größten Einfluss darauf, für welche Suchanfragen du überhaupt erscheinst. Eine zu allgemeine Kategorie („Unternehmen") ist so gut wie keine. Nebenkategorien darf es geben, aber die Hauptkategorie muss sitzen.

3. Bewertungen — und Antworten darauf. Anzahl und Aktualität zählen. Was oft vergessen wird: Auf jede Bewertung zu antworten, auch auf die guten, ist ein Signal. Eine sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung wirkt bei Lesern übrigens besser als gar keine schlechte Bewertung zu haben.

Was regelmäßig gepflegt gehört

  • Öffnungszeiten, inklusive Feiertagen. Nichts ärgert einen Kunden mehr als eine verschlossene Tür trotz „geöffnet".
  • Fotos. Nicht die Stockbilder, sondern das Team, die Werkstatt, die Arbeit. Google zeigt sie prominent, und sie werden angesehen.
  • Leistungen als einzelne Einträge, nicht als Textblock.
  • Beiträge, wenn es etwas zu sagen gibt. Nicht zwanghaft.

Was Zeitverschwendung ist

Der Firmenname mit Schlüsselwörtern vollzustopfen („Müller Elektro Uslar Northeim Göttingen Elektriker"). Das ist ein Verstoß gegen die Richtlinien, Mitbewerber können es melden, und im schlimmsten Fall wird das Profil gesperrt.

Ebenso: gekaufte Bewertungen. Sie fallen auf, sie fliegen raus, und sie sind wettbewerbsrechtlich angreifbar.

Die Verbindung zur eigenen Seite

Das Profil wirkt am besten, wenn die Webseite dieselbe Geschichte erzählt: dieselben Angaben, eine Seite je Ort, in dem du wirklich arbeitest, und strukturierte Daten, die die Angaben maschinenlesbar wiederholen.

Ortsseiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, wertet Google übrigens als Türseiten ab. Eine Seite für einen Ort braucht echten Bezug zu diesem Ort — sonst schadet sie mehr, als sie nützt.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

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