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Braucht deine Seite WordPress?

WordPress betreibt einen großen Teil des Netzes und ist oft die richtige Wahl. Wann es nicht passt und was die Alternative in der Praxis bedeutet.

2 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Wofür es gut ist
  2. Wo es teuer wird
  3. Wann eine eigene Seite besser passt
  4. Was die Alternative praktisch bedeutet

WordPress steht hinter einem großen Teil aller Webseiten. Das hat gute Gründe, und wir setzen es ein, wenn es passt.

Es passt nur nicht immer, und die Entscheidung fällt selten bewusst — meist ist WordPress einfach die Vorgabe.

Wofür es gut ist

Redaktionelle Seiten. Wer regelmäßig Beiträge schreibt und dafür eine Oberfläche will, ist hier richtig. Genau dafür wurde es gebaut.

Viele Hände. Mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten, die Inhalte pflegen.

Erweiterbarkeit. Für fast jede Anforderung gibt es ein Plugin, und für fast jede Branche ein Theme.

Verfügbarkeit von Hilfe. Wer immer die Seite später betreut, wird sich zurechtfinden.

Wo es teuer wird

Die Update-Last. Kern, Theme und jedes Plugin brauchen Updates, und Sicherheitslücken in Plugins sind der häufigste Weg, über den WordPress- Seiten übernommen werden. Eine Seite mit 22 Plugins ist eine Wartungsaufgabe, kein fertiges Produkt.

Die Ladezeit. Jedes Plugin lädt eigenes CSS und JavaScript, meist auf jeder Seite. Vier Plugins für vier Funktionen ergeben schnell ein Megabyte Code — warum das zählt.

Der Baukasten im Baukasten. Seitenbaukästen wie Elementor oder Divi erzeugen Auszeichnung, die man ohne genau dieses Plugin nicht mehr weiterverwenden kann. Der Wechsel bedeutet dann Neubau, obwohl die Inhalte formal exportierbar sind.

Wann eine eigene Seite besser passt

  • Die Seite hat wenige Unterseiten und ändert sich selten.
  • Es geht um Geschwindigkeit, Datenschutz oder Barrierefreiheit auf einem Niveau, das man kontrollieren will.
  • Es gibt einen eigenen Ablauf, der ohnehin programmiert werden muss.
  • Niemand im Betrieb will oder soll selbst im System arbeiten.

Diese Seite hier ist so gebaut: kein Redaktionssystem, Inhalte als Dateien im Projekt, jede Änderung durchläuft dieselbe Prüfung wie der Code. Das ist für einen Ein-Personen-Betrieb der ehrlichere Weg — es gibt keine Oberfläche, die gepflegt werden müsste, und keine Angriffsfläche, die man aktuell halten muss.

Was die Alternative praktisch bedeutet

Ohne Redaktionssystem heißt: Für eine Textänderung schreibst du uns, oder wir richten eine schlanke Pflegemöglichkeit ein, die nur das kann, was du tatsächlich änderst — Öffnungszeiten, Preise, Texte.

Was wegfällt: das Gefühl, alles selbst umbauen zu können. Für die meisten Betriebe ist das kein Verlust, weil sie es ohnehin nie getan haben. Für manche ist es einer, und dann nehmen wir WordPress.

Im Erstgespräch sagen wir dir, welche der beiden Antworten für dich gilt — auch wenn es die ist, die uns weniger Arbeit bringt.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

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