Ladezeit ist einer der wenigen Punkte, bei denen sich Technik unmittelbar in Geld übersetzt. Wer drei Sekunden auf eine Seite wartet, ist oft schon weg — und zwar besonders am Handy, wo die meisten Besucher herkommen.
Der Test, der zwei Minuten dauert
Gib deine Adresse bei PageSpeed Insights ein. Sieh dir nur den Wert für Mobil an; der für Desktop ist fast immer besser und fast immer irrelevant.
Interessant sind drei Werte:
- LCP — wann das größte Element sichtbar ist. Unter 2,5 Sekunden ist gut.
- CLS — wie stark die Seite beim Laden springt. Unter 0,1 ist gut.
- INP — wie schnell die Seite auf eine Berührung reagiert. Unter 200 Millisekunden ist gut.
Die vier üblichen Bremsen
Bilder. Mit Abstand Platz eins. Ein Foto direkt aus der Kamera hat gern 6 Megabyte und 6000 Pixel Breite und wird auf 400 Pixel angezeigt. Richtig skaliert und als moderner Bildtyp gespeichert bleiben davon 80 Kilobyte übrig, ohne sichtbaren Unterschied. Das allein rettet die meisten Seiten.
Zu viele Plugins. Jedes Plugin lädt eigenes CSS und JavaScript, oft auf jeder Seite, auch wo es nicht gebraucht wird. Ein Formular-Plugin, ein Slider-Plugin, ein Cookie-Plugin und ein Icon-Plugin ergeben zusammen schnell ein Megabyte Code für vier Funktionen.
Fremde Skripte. Chat-Fenster, Bewertungssterne, Kartendienste, Schriftarten von fremden Servern. Jedes davon ist eine Verbindung zu einem Server, auf dessen Geschwindigkeit du keinen Einfluss hast. Und jedes ist nebenbei ein Datenschutzthema.
Das Hosting. Ein Paket für drei Euro im Monat teilt sich eine Maschine mit hunderten anderen Seiten. Wenn die Nachbarn Last erzeugen, wird deine Seite langsam, ohne dass du etwas geändert hast.
Was wir zuerst anfassen
In der Reihenfolge, in der es am meisten bringt: Bilder, dann fremde Skripte, dann Plugins, dann das Hosting. Die ersten beiden Schritte sind oft schon der Unterschied zwischen Rot und Grün.
Wo unsere eigenen Seiten liegen und warum das für die Ladezeit einen Unterschied macht, steht in Wo steht deine Webseite eigentlich?