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Hosting

Was eine Domain wirklich ist

DNS, A-Eintrag, MX, TXT, Nameserver: Die fünf Begriffe, die man kennen muss, um bei seinem Anbieter die richtigen Fragen zu stellen.

2 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Die fünf Begriffe
  2. Der Teil, der die meisten überrascht
  3. Die Wartezeit ist keine Warteschlange
  4. Die drei Fragen an deinen Anbieter

Eine Domain ist kein Ort. Sie ist ein Eintrag in einem Telefonbuch, und dieses Telefonbuch heißt DNS.

Wer das einmal verstanden hat, versteht auch, warum eine Webseite umziehen kann, ohne dass sich die Adresse ändert — und warum ein falscher Eintrag Mails verschwinden lässt, während die Seite weiterläuft.

Die fünf Begriffe

Nameserver. Sie sagen, welches Telefonbuch für deine Domain zuständig ist. Meist die deines Hosters. Wechselst du die Nameserver, wechselst du das ganze Buch — und alle Einträge darin müssen am neuen Ort noch einmal existieren.

A-Eintrag. Zeigt auf die IP-Adresse des Servers, der deine Webseite ausliefert. Ein AAAA-Eintrag macht dasselbe für IPv6.

MX-Eintrag. Zeigt auf den Server, der deine Mails annimmt. Völlig unabhängig vom A-Eintrag. Deshalb kann die Webseite bei Anbieter A liegen und die Postfächer bei Anbieter B.

TXT-Einträge. Freitext, den andere Systeme auslesen. Dort stehen SPF, DKIM und DMARC, dazu Bestätigungen für Google, Microsoft und andere Dienste. Das ist die Sorte Eintrag, die beim Umzug vergessen wird — warum das teuer wird.

CNAME. Ein Verweis auf einen anderen Namen statt auf eine Adresse. Typisch für www oder für Dienste, die eine eigene Unteradresse bekommen.

Der Teil, der die meisten überrascht

Die Domain ist unabhängig vom Hosting. Du kannst die Domain bei einem Anbieter registriert haben, die Webseite bei einem zweiten und die Mails bei einem dritten. Das ist kein Chaos, sondern der Normalfall — man muss nur wissen, wer was hält.

Die Domain gehört nicht dem, der sie verwaltet. Inhaber ist, wer im Register steht. Das ist eine eigene Frage, und sie sollte vor der ersten Rechnung beantwortet sein.

Die Wartezeit ist keine Warteschlange

„Die DNS-Änderung braucht 24 bis 48 Stunden" hört man oft. Das stimmt so nicht.

Jeder Eintrag hat eine TTL — eine Angabe, wie lange andere Server ihn zwischenspeichern dürfen. Steht sie auf 24 Stunden, dauert eine Änderung bis zu 24 Stunden. Steht sie auf 300 Sekunden, dauert sie fünf Minuten.

Wer einen Umzug plant, senkt die TTL zwei Tage vorher. Dann ist die Umstellung selbst eine Sache von Minuten.

Die drei Fragen an deinen Anbieter

  1. Auf wen ist die Domain als Inhaber eingetragen?
  2. Komme ich selbst an die DNS-Verwaltung?
  3. Wie sieht die aktuelle Eintragsliste aus?

Auf die dritte Frage sollte eine Liste kommen, kein Rückruf. Wer sie nicht liefern kann, verwaltet deine Domain, ohne sie zu kennen.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

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