Zum Inhalt springen

Webseite

Was eine Webseite wirklich kostet

Warum Angebote zwischen 500 und 15.000 Euro liegen, welche fünf Faktoren den Preis treiben und woran du erkennst, dass ein günstiges Angebot später teuer wird.

3 Min. Lesezeit Christopher Sakel

Inhalt
  1. Fünf Dinge treiben den Preis
  2. Woran du ein Angebot erkennst, das später teuer wird
  3. Die Rechnung, die selten jemand aufmacht
  4. Wie wir es halten

Die häufigste Frage im Erstgespräch, und die einzige, auf die es keine kurze Antwort gibt. Nicht weil wir uns drücken, sondern weil „eine Webseite" so präzise ist wie „ein Fahrzeug".

Fünf Dinge treiben den Preis

Der Umfang. Fünf Seiten oder fünfzig. Jede Seite braucht Struktur, Text, Bilder und eine Prüfung auf dem Handy.

Der Grad an Eigenbau. Ein fertiges Template anzupassen ist ein Bruchteil der Arbeit gegenüber einem Entwurf, den es so noch nicht gibt.

Die Funktionen. Ein Kontaktformular ist eine Stunde. Ein Buchungssystem mit Terminabfrage, Angebotserstellung und Kundenkonto sind Wochen.

Die Inhalte. Wer Texte und Bilder liefert, spart. Wer sie schreiben und fotografieren lässt, zahlt dafür — zu Recht, denn das ist die Hälfte der Wirkung.

Die Anbindung. Warenwirtschaft, Kasse, Buchhaltung, Newsletter. Jede Schnittstelle ist ein eigenes kleines Projekt.

Woran du ein Angebot erkennst, das später teuer wird

Ein sehr günstiger Preis ist kein Betrug. Er bedeutet meistens, dass etwas nicht enthalten ist. Frag nach:

  • Wem gehört die Domain? Steht der Anbieter als Inhaber drin, hast du ein Problem, sobald du wechseln willst. Mehr dazu in Wem gehört deine Webseite eigentlich?
  • Was kostet der Betrieb pro Jahr? Hosting, Domain, Lizenzen, Wartung. Diese Summe läuft, solange die Seite steht.
  • Was kostet eine Änderung? Ein Preis pro Stunde oder pro Änderung gehört ins Angebot, nicht in die erste Rechnung danach.
  • Gibt es eine Mindestlaufzeit? Besonders bei Baukästen und Paketen mit monatlicher Rate.
  • Wer schreibt die Texte? Wenn niemand es sagt, bist es am Ende du, und zwar unter Zeitdruck.

Die Rechnung, die selten jemand aufmacht

Eine Seite für 800 Euro, die keine Anfrage bringt, ist teurer als eine für 6.000 Euro, die zwei Aufträge im Monat bringt. Das klingt nach Verkäufersatz, ist aber schlicht Mathematik: Der Preis ist eine einmalige Zahl, die Wirkung läuft weiter.

Umgekehrt gilt genauso: Wer eine Visitenkarte im Netz braucht, weil Kunden über Empfehlung kommen und nur die Adresse suchen, braucht kein Projekt für fünfstellige Beträge. Wir sagen das im Erstgespräch auch, wenn es gegen uns spricht.

Wie wir es halten

Nach dem Erstgespräch bekommst du ein Angebot mit Festpreis und einer Liste, was drin ist. Was drinsteht, gilt. Kommt später etwas dazu, gibt es ein ergänzendes Angebot, bevor jemand anfängt zu arbeiten.

Preise stehen deshalb nicht auf dieser Webseite: Eine Zahl ohne den Umfang dahinter ist entweder zu hoch oder zu niedrig, und in beiden Fällen falsch.

Die Frage nach Fördermitteln kommt an dieser Stelle fast immer. Die ehrliche Antwort für Niedersachsen steht in Der Digitalbonus ist weg.

Christopher Sakel

Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK). Betreibt Sakel-IT in Uslar und schreibt hier über das, was in der Arbeit immer wieder vorkommt.

Frage dazu stellen

Fragen dazu?

Wir schauen uns deinen Fall an und sagen dir, was zu tun ist. Auch dann, wenn das Ergebnis lautet, dass gerade nichts zu tun ist.

Erstgespräch vereinbaren